{"id":695675,"date":"2026-04-13T11:40:04","date_gmt":"2026-04-13T09:40:04","guid":{"rendered":"https:\/\/shopfully.com\/?post_type=newsroom&#038;p=695675"},"modified":"2026-04-13T11:40:04","modified_gmt":"2026-04-13T09:40:04","slug":"retail-media-paradoxon","status":"publish","type":"newsroom","link":"https:\/\/shopfully.com\/at\/newsroom\/retail-media-paradoxon\/","title":{"rendered":"Das Retail Media Paradoxon: Warum der station\u00e4re Handel sein Potenzial neu denken muss"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der Handel steht vor einem strukturellen Ungleichgewicht: W\u00e4hrend 95 Prozent des Retail-Umsatzes im station\u00e4ren Handel erzielt werden und nur 5 Prozent auf E-Commerce entfallen, zeigt sich bei den Retail-Media-Investitionen ein umgekehrtes Bild. Rund 80 Prozent der Budgets flie\u00dfen in E-Commerce-\u00d6kosysteme wie Amazon &amp; Co., jedoch lediglich 20 Prozent in den physischen Handel. Dieses Spannungsfeld beschreibt das sogenannte\u00a0Retail Media Paradoxon, ein Missverh\u00e4ltnis, das H\u00e4ndler und Marken zunehmend unter Druck setzt. Wie dieses Paradoxon aufgel\u00f6st werden kann, erkl\u00e4ren Alexandra Aichholzer und Oliver Olschewski von Shopfully \u00d6sterreich.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Retail Media funktioniert nach einem einfachen Prinzip: Werbung erscheint dort, wo Kund:innen bereits kaufbereit sind. Auf den Plattformen der E-Commerce-\u00d6kosysteme suchen Menschen gezielt nach Produkten. Sie vergleichen Preise, lesen Bewertungen und legen Artikel in den Warenkorb. Genau in diesem Moment sehen sie personalisierte Anzeigen, gesponserte Produktlisten oder Video-Werbung, die auf ihrem Suchverhalten basiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die starke Fragmentierung des station\u00e4ren Handels sowie fehlende Omnichannel-Pr\u00e4senz erschweren es europ\u00e4ischen Retailern, im Wettbewerb mit globalen Online-Riesen mitzuhalten. Gleichzeitig erwarten Konsument:innen nahtlose Einkaufserlebnisse zwischen digitaler Recherche und station\u00e4rem Kauf. H\u00e4ndler und Marken stehen daher vor der Herausforderung, ihren eigenen, differenzierten Retail-Media-Ansatz zu entwickeln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Retail Media w\u00e4chst, aber nicht im Gleichgewicht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Retail Media z\u00e4hlt zu den dynamischsten Wachstumsfeldern im digitalen Marketing. Laut dem AdEx Benchmark Report des IAB Europe legte diese Werbeform im Jahr 2024 um <a href=\"https:\/\/www.iab-austria.at\/retail-media-landscape-2025\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">22 Prozent<\/a> zu. Die Werbeausgaben im Bereich Retail Media sollen nach einer Sch\u00e4tzung des IAB Europe weiter anwachsen. \u00d6sterreich z\u00e4hlt zu den dynamischen Wachstumsm\u00e4rkten und treibt in Sektoren wie Retail Media die Entwicklung an. Dennoch konzentrieren sich viele Strategien stark auf die sichtbarsten digitalen Formate: Banner auf Handelswebsites, Marktplatzkampagnen und gezielte Aktivierungen innerhalb von E-Commerce-\u00d6kosystemen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">V\u00f6llig au\u00dfer Acht gelassen wird dabei jedoch, dass heutzutage Kaufentscheidungen f\u00fcr station\u00e4re Eink\u00e4ufe \u00fcberwiegend digital beginnen. Konsument:innen recherchieren Angebote online, vergleichen Preise und planen ihren Einkauf und das bevor sie ein Gesch\u00e4ft \u00fcberhaupt betreten. Genau hier liegt eine bislang untersch\u00e4tzte Chance f\u00fcr Retail Media im station\u00e4ren Kontext.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Digitale Flyer als strategischer Hebel<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Kanal gewinnt in diesem Zusammenhang zunehmend an Bedeutung: der digitale Flyer. Was einst als klassische Printbeilage galt, hat sich durch die digitale Transformation des Handels neu erfunden. Sie haben sich zu einem performancestarken digitalen Touchpoint entwickelt. Digitale Flyer werden aktiv gesucht, mobil genutzt und werden so zum fixen Bestandteil der Einkaufsvorbereitung. Sie erreichen Konsument:innen in einem entscheidenden Moment: kurz vor dem Kauf. \u201eUnd genau dieser Zeitpunkt macht sie zu einem strategischen Hebel, denn im Gegensatz zu anderen Formaten, die oft einem passiven Publikum ausgesetzt sind, erregen digitale Flyer aktive und bewusste Aufmerksamkeit\u201c, so <strong>Alexandra Aichholzer,<\/strong> Country Manager von Shopfully Austria.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Shopfully, Europas gr\u00f6\u00dftes Netzwerk f\u00fcr digitales Handelsmarketing, setzt genau an diesem Punkt an. Das Unternehmen verfolgt einen Retail-Media-Ansatz, der digitale Flyer als eigenst\u00e4ndige, monetarisierbare Medienfl\u00e4che positioniert. Diese Erfahrung entspricht einem aufkommenden europ\u00e4ischen Trend: Digitale Flyer werden nicht mehr nur als Werbemittel betrachtet, sondern als echte, hochwertige Medienaktivierungsfl\u00e4chen. \u201eDer digitale Flyer ist weit mehr als ein modernisiertes Werbemittel. Er ist ein hochrelevanter Kontaktpunkt zwischen Marke, H\u00e4ndler und Konsument:in \u2013 genau dann, wenn eine Kaufabsicht bereits vorhanden ist\u201c, erkl\u00e4rt Aichholzer.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Monetarisierung im station\u00e4ren Umfeld<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Digitale Flyer er\u00f6ffnen H\u00e4ndlern somit zus\u00e4tzliche Erl\u00f6spotenziale. \u00dcber eigene Websites, Apps oder Plattformen lassen sich gezielte, personalisierte und messbare Kampagnen integrieren. Dieser Ansatz verwandelt digitale Flyer in echte monetarisierbare Medienfl\u00e4chen, die nach der gleichen Logik wie traditionelle Display-Inventare strukturiert sind. So erm\u00f6glicht es den H\u00e4ndlern, die Vielfalt ihres Publikums zu nutzen und gleichzeitig eine pr\u00e4zisere Zielgruppenansprache und Aktivierung n\u00e4her am Kaufmoment zu bieten. In Italien hat Shopfully dieses Modell bereits erfolgreich etabliert. Erste Ergebnisse zeigen eine signifikante Steigerung der Kund:innenfrequenz im station\u00e4ren Handel sowie einen messbaren Return on Investment f\u00fcr Marken mit einer Umsatzsteigerung von bis zu 37 Prozent im Vergleich zu herk\u00f6mmlichen Medienkampagnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201e\u00d6sterreich scheint heute bereit zu sein, diesen Weg zu beschreiten, da H\u00e4ndler ihre Einnahmen diversifizieren wollen und Marken mehr Leistung und Pr\u00e4zision bei ihren lokalen Aktivit\u00e4ten fordern\u201c, so <strong>Oliver Olschewski<\/strong>, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Shopfully \u00d6sterreich, Deutschland und CEE und erg\u00e4nzt: \u201eWir sind \u00fcberzeugt, dass Retail Media nicht auf das E-Commerce-\u00d6kosystem beschr\u00e4nkt sein sollte. Es ist daher an der Zeit, digitale Werbung wieder mit der Realit\u00e4t des station\u00e4ren Handels zu verbinden. Digitale Flyer sind darauf eine pragmatische und wirkungsvolle Antwort.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So entsteht ein geschlossener Kreislauf: Digitale Recherche f\u00fchrt zu station\u00e4rem Kauf \u2013 und generiert wiederum Daten, die zuk\u00fcnftige Kampagnen optimieren. Retail Media wird damit vom reinen Conversion-Kanal zu einem strategischen Instrument entlang der gesamten Customer Journey.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vor dem Hintergrund des Retail Media Paradoxons wird deutlich: Der station\u00e4re Handel verf\u00fcgt \u00fcber enorme Reichweite, Kund:innenn\u00e4he und Datenkompetenz, nutzt jedoch sein mediales Potenzial jedoch noch viel zu wenig. Retail Media darf nicht ausschlie\u00dflich im E-Commerce stattfinden. Wenn 95 Prozent des Umsatzes im station\u00e4ren Handel erzielt werden, m\u00fcssen auch die Media-Strategien diese Realit\u00e4t widerspiegeln. Es ist an der Zeit f\u00fcr den station\u00e4ren Handel hier aufzuholen und f\u00fcr sich eigene Retail Media L\u00f6sungen zu finden,\u201c erg\u00e4nzt Olschewski abschlie\u00dfend.&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Handel steht vor einem strukturellen Ungleichgewicht: W\u00e4hrend 95 Prozent des Retail-Umsatzes im station\u00e4ren Handel erzielt werden und nur 5 Prozent auf E-Commerce entfallen, zeigt sich bei den Retail-Media-Investitionen ein umgekehrtes Bild. Rund 80 Prozent der Budgets flie\u00dfen in E-Commerce-\u00d6kosysteme wie Amazon &amp; Co., jedoch lediglich 20 Prozent in den physischen Handel. 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